Vor Ort: unterwegs mit dem Münchner Kältebus

20151207_Kltebus_2klein_thumb_large0_900Am 07. Dezember 2015 begleitete ich den Münchner Kältebus auf seiner Fahrt zur Versorgung obdachloser Münchnerinnen und Münchner, um mir vor Ort ein eigenes Bild zu machen und mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Nachdem es Anfang des Jahres nach dem Aus für den Münchner Kältebus aussah, kann das ehrenamtlich geführte, niedrigschwellige Angebot der Akuthilfe für Obdachlose in München doch noch weitergeführt werden. Gelungen ist dies durch die Übernahme des Projektes durch Herrn Troitsch und der Gründung eines neuen Trägervereins. Ich bin von dem großen Engagement der ehrenamtlichen sehr beeindruckt, die diese tolle und wichtige Ergänzung zu den städtischen Angeboten am Leben halten.

Der politische Wille des Stadtrats ist es, dass die Betroffenen nachhaltige und langfristige Hilfsangebote annehmen. Daher wurde die Übernahme des Projektes durch die Stadt abgelehnt. Doch damit werden nicht alle erreicht. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein. Teil des Kältebuskonzeptes ist es, nicht danach zu fragen und jede bedürftigen Person trotzdem Hilfe zukommen zulassen. Denn wenn es in den Wintermonaten kalt ist, wird das Leben auf der Straße besonders hart. Trotzdem wollen viele nicht in die Gemeinschaftsunterkünfte und nehmen sogar in Kauf zu erfrieren. Daher ist es wichtig, unterschiedliche Angebote bereitzustellen, eben auch ganz niedrigschwellige wie den Kältebus.
Der Bus fährt in den Wintermonaten täglich, auch an Feiertagen und dem Wochenende, abends zu den bekannten Aufenthaltsplätzen von Obdachlosen und verteilt dort die zur Verfügung gestellten Spenden. Neben der täglichen Verpflegung mit Essen erhalten die Bedürftigen auch regelmäßig Produkte zur Körperpflege, Schlafsäcke. Um diese wichtige Arbeit zu unterstützten überreichte ich ebenfalls eine Geldspende.